Publications   Empirical Studies Kyn-Schrettl-Vintzentz: Simulation des Einflusses der Planung auf die sowietische Wirtschaft.

 

 6. Zusammenfassung

 

In dieser Arbeit wurden ein ökonometrisches 5-Sektoren Modell der sowjetischen Volkswirtschaft sowie einige damit durch geführte Politiksimulationen vorgestellt. Entsprechend der dem Modell zugrunde liegenden Vorstellung von der Funktionsweise der sowjetischen Wirtschaft determiniert die Verfügbarkeit der Inputs die Höhe der tatsächlichen Produktion, d.h. das Modell beschreibt eine angebotsorientiert arbeitende Volkswirtschaft. DieSteuerung der Volkswirtschaft erfolgt modellendogen, und zwar über einen adaptiven Planungsprozeß. Im wesentlichen läßt sich die Struktur des Modells durch zwei Schleifen charakterisieren: einmal Plan-> Arbeitskräfte -> Output -Plan und zum anderen Out­put -> Investition -> Kapital -> Output.

Im ersten Fall bestimmen die zentralen output-Planauflagen den Einsatz von Arbeitskräften durch die Betriebe. Die Arbeitskräfte tragen zur Erstellung der Outputs bei, die wiederum bei der Ausarbeitung der zukünftigen Pläne berücksichtigt werden. In der zweiten Schleife wird aus der verfügbarenProduktion die Höhe der Investitionen erklärt. Mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung werden die Investitionen zu einsatzbereitem Kapitalstock, der dann wieder die Höhe des Outputs bestimmt. Verknüpfungen zwischen den Sektoren ergeben sich auf dreierlei Weise. Erstens beeinflußt die Produktion aller Sektoren mit zeitlicher Verzögerung den Plan für das Nationalein­kommen, welcher wiederum auf die landwirtschaftliche Beschäfti­gung wirkt. Zweitens sind die Arbeitskräfte in den Sektoren Land­wirtschaft und Bauwirtschaft negativ korreliert. Drittens be­stimmt die Produktion von Bauwirtschaft und Industrie die Höhe der Gesamtinvestitionen und damit auch die Kapita1bildung in jedem Sektor.

Die Politiksimulationen sollten Über die Wirksamkeit einiger wichtiger Lenkungsinstrumente der Planer Auskunft geben. Bei den direkt in denAkkumulationsprozeß eingreifenden Instrumenten zeigte sich vor allem ein kräftiger Einfluß der Kapitalaus­scheidungspolitik auf die Beschäftigung. Dieses impliziert einen niedrigen Substitutionseffekt 24) wie er auch in der verbalen Literatur beschrieben wird. Eine einmalige Veränderung des Volumens der Gesamtinvestitionen führte zu leicht zyklisch schwankenden Multiplikatoren. Der langfristige Effekt auf die Industrieproduktion lag etwa in Höhe der anfänglichen Veränderung bei den Investitionen. Unterschiedliche sektorale Aufteilungen der Investitionen zeigten, daß die von der sowjetischen Politik der Landwirtschaft eingeräumte Priorität mit beachtlichen Oppor­tunitätskosten in Form verringerter Industrieproduktion verbun­den ist. ‘Schließlich ergaben Simulationen mit unterschiedlichen Annahmen über das Planungsverhalten, speziell die an Divergenzen zwischen Plänen und realer Entwicklung, daß bei zufälligen Produktionsschwankungen eine langsame Anpassung wün­schenswert ist, wenn man möglichst geringe Abweichungen von Plan und Wirklichkeit als Ziel der Planung unterstellt.

 

 

 

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